Personalverband Stadt Winterthur
Mail an PvW-Mitglieder: Lohnmassnahmen 2016 / GGR-Budgetsitzung / Stadtwerk
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Liebe Mitglieder des Personalverbandes

Der November hat sich abgekühlt. Wird der Grosse Gemeinderat dem Wetter folgen und dem städtischen Personal in den Budgetsitzungen mit einer frostigen Bise begegnen? Wir von den Personalverbänden haben den Mitgliedern des GGR und den Medien unsere Sicht zu den Lohnmassnahmen (Stufenanstieg und Leistungsanteil) mit dem folgenden Faktenblatt nahegelegt:

Lohnmassnahmen 2016

Seit 2012 immer weniger Lohn im Portemonnaie der Angestellten der Stadt Winterthur.

Die Stadt Winterthur will sparen und verzichtet deshalb seit Jahren darauf, dem Personal die
gemäss Personalstatut zustehende Lohnmassnahme auszurichten. Sie erwartet gleichzeitig
von den Mitarbeitenden die Qualität und die Quantität des „Service public“ beizubehalten
bzw. zu steigern. Als wäre das nicht genug, mussten die Angestellten der Stadtverwaltung
eine Reduktion ihres Nettolohnes hinnehmen, weil Sanierungsbeiträge an die Pensionskasse
zu leisten sind.
Die städtischen Personalverbände verlangen, nicht noch länger beim Personal zu sparen.
Dafür spricht die Faktenlage:

  • Lohnmassnahmen sind kostenneutral. Diese werden in der Stadt Winterthur mit den
    Rotationsgewinnen ausgeglichen. Die Personalkosten bleiben somit im Budget
    unverändert.
  • Viele städtische Angestellte haben eine Familie. Die Lebensunterhaltskosten
    (beispielsweise Krankenkasse, etc.) werden aber immer höher, wobei der Nettolohn
    ständig sinkt.
  • Die zunehmende Fluktuation, insbesondere in den Kaderpositionen, verursachen
    sehr hohe Kosten (Ausbildung/Einarbeitungszeit in Höhe von etwa einem
    Jahreslohn). Mitunter ergibt sich durch solche Situation auch ein Effizienzverlust in
    der gesamten Stadtverwaltung. Durch die Abwanderung des Kaders entsteht das
    Problem des Brain-Drain und somit ein grosser Wissensverlust.
  • Bei Angestellten, welche vor vier Jahren eine Anstellung angenommen haben,
    erhalten trotz sehr guten Leistungen keine Perspektive auf finanzielle Anerkennung.
    Die Attraktivität der Stadt ist im Vergleich zu anderen Arbeitgebern deutlich
    gesunken. Dies widerspiegelt sich auch bei den Stellenbesetzungen, wo die Stadt
    immer mehr Mühe bekundet, geeignetes Personal zu finden.
  • Die Personalbefragung im Jahre 2014 hat ganz klar aufgezeigt, dass die Motivation
    der Mitarbeitenden der Stadt Winterthur sehr tief ist. Dabei wurde insbesondere die
    Lohnzufriedenheit als ungenügend bewertet.
  • Mit den stetig steigenden Ansprüchen an die Stadtverwaltung steigt der Druck auf die
    Mitarbeitenden. Die Sparprogramme und die Neustrukturierungen in allen Bereichen
    haben diese Situation extrem verschärft. Umso mehr ist die Stadt Winterthur
    gefordert, die längst überfälligen Lohnmassnahmen zu sprechen und mit dieser
    Geste den Mitarbeitenden für die fortwährende Loyalität und Leistung zu danken.

Die Personalverbände der Stadt Winterthur fordern den Gemeinderat mit Nachdruck auf,
sich für die Angestellten der Stadt Winterthur einzusetzen und die fälligen Lohnmassnahmen
gutzuheissen, um so die Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitenden zu zeigen.


Wir möchten Sie ermuntern, sich in Leserbriefen engagiert zu äussern und die Sitzungen des Grossen Gemeinderates zu besuchen:

  • Mo, 30.11.15, 1. Sitzung: 16.15 Uhr, 2. Sitzung: 20.00 Uhr
    das Budget 2016 ist als 7. Traktandum aufgelistet
  • Mo, 7.12.15, 16.15 u. 20.00 Uhr
  • Mo, 14.12.15, 16.15 u. 20.00 Uhr  (Reservesitzung)

Ort: Rathaus, Marktgasse 20 (Zugang vom Rathausdurchgang)

Im Internet sind die Informationen zum GGR verfügbar unter:
       http://stadt.winterthur.ch/stadt-politik/grosser-gemeinderat
Antrag des Stadtrates für "Budget 2016 und Festsetzung des Steuerfusses":
       http://stadt.winterthur.ch/daten/weisungen/W15067Teil%20A.pdf

Verselbständigung Stadtwerk
Dieses wichtige Thema beschäftigt uns seit diesem Herbst intensiv, geht es doch auch darum, dass bei einer allfälligen Verselbständigung gute Bedingungen für die Mitarbeitenden in einem Gesamt-Arbeitsvertrag ausgehandelt werden können. Suzana Cufer vom Vorstand bearbeitet dieses Thema mit Alex Hug und Stefan Wassmer von Stadtwerk. Weitere (evt. noch anzuwerbende neue) Mitglieder sind für eine Mitarbeit willkommen.


Wir wünschen Ihnen eine besinnliche Adventszeit und einen guten Start ins neue Jahr.

Freundliche Grüsse

Für den PvW-Vorstand
Heinz Juon

 

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